WANDERN WIRKT – Ein Inspirationsbuch: Die ersten Happen!

Vor über 25 Jahren hat mir die buddhistische Nonne Lhamo Lore Dandl prophezeit:
„Du wirst einmal ein tolles Buch schreiben!“
Damals habe ich noch Architektur studiert und ein Buch zu schreiben schien Lichtjahre weit weg.
Meine Architektur-Diplomarbeit 1994 hatte eine „Auflage“ von 10 Stk. Ich war mir damals nicht ganz sicher, ob damit diese Prophezeiung ja eh schon eingelöst war…

NEIN!

Die Buch-Idee schwirrte seit ein paar Jahren nun wieder konkreter in meinem Kopf herum. Seit Jahresanfang 2016 arbeite ich nun intensiv an meinem Buch, das am 2. November 2016 gedruckt vorliegen wird!

Unten zum Gusto-machen ein paar erste „Happen“:

Bitte gebt mir Feedback:
Wie gefällt euch der Titel? (Da bin ich noch unsicher…)
Wie findet ihr den Text?
Würdet ihr mein Buch kaufen?
z. Bsp. als tolles Weihnachtsgeschenk für den gesamten Freundes- und Familienkreis… ;-))

Freu mich auf viele Anregungen und Inspirationen!!!

Mein Weg: Eine Inspirationsbiografie von Christian Hlade

WANDERN WIRKT! Ein Inspirationsbuch von Christian Hlade

Klappentext

Lebe deinen Traum!

Mit 15 schrieb Christian Hlade in sein Tagebuch: „Ich möchte einmal von meinen Träumen leben können und mit meinen Hobbys Geld verdienen.“ Viele Irrwege und Durststrecken waren nötig, bis der Vielreisende seine Vision realisieren konnte. Erst als der Steirer eine Schule in einem abgelegenen Himalaya-Bergdorf auf 4000 Metern Höhe errichtete, fasste er den Mut zur Gründung seiner Firma „Weltweitwandern“. Der Startschuss für eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. „Weltweitwandern“ zählt heute zu den bekanntesten Reiseunternehmen des deutschen Sprachraums, für sein hohes soziales Engagement wurde es vielfach ausgezeichnet. Christian Hlade sprüht vor Ideen, mit Leidenschaft bringt er diese auf den Weg und Menschen zusammen. Mit diesem Buch will er Menschen inspirieren, ihren eigenen Lebensweg zu gehen und ihre Visionen umzusetzen.

Anhand seines Beispiels will Christian Hlade aufzeigen,

  • wie man seinen eigenen Weg findet und seinen Lebenstraum realisiert.
  • wie man als Unternehmen mit hoher sozialer Verantwortung wirtschaftlich erfolgreich sein kann.
  • wie sich interkulturelles Know-how für brandaktuelle Fragen zu Migration und Integration nützen lässt.
  • Extra: 101 Praxistipps fürs Wandern, Reisen und Vorankommen

Meine Vision ist es zu beweisen, dass ein Unternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung und einem tollen, auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter aufbauenden Arbeitsklima zugleich auch wirtschaftlich sehr erfolgreich sein kann! Christian Hlade

Vorwort

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht!

„Die Welt ist ja angeräumt mit Wesen, die etwas behaupten, die sagen: Das müsste man tun. Und die sagen: Ich habe einen Traum. Aber es kommt aufs Verwirklichen an! Die kleinste Verwirklichung ist viel besser als der größte nicht realisierte Traum.“
Andre Heller

„Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“
 Yoda zu Luke Skywalker während dessen Ausbildung bei „Star Wars“

 „Wenn du glaubst, Abenteuer sind gefährlich, dann versuch es mit Routine. Die ist tödlich.“ – Paolo Coelho

2.017.000 Kilometer – mehr als fünfmal bis zum Mond. Diese Strecke legten die Reisegäste von „Weltweitwandern“ in den vergangenen 16 Jahren wandernd zurück. Eine unvorstellbare Distanz. Ich habe keine Ahnung, wie viele Schritte das in Summe waren. Was ich aber weiß: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Und jeder von uns entscheidet selbst, welche Richtung er auf seinem Lebensweg einschlagen will. Schließlich stehen wir immer wieder vor derselben Frage: Soll man auf den ausgetretenen Pfaden bleiben, die einem nahegelegt werden, oder seinen eigenen Weg gehen, bei dem man nicht weiß, was auf einen zukommt?

Dieses Buch über meinen eigenen Weg soll andere Menschen ermutigen, stärker dem Eigenen zu vertrauen und ihrer inneren Stimme und damit ihren Träumen zu folgen. Das ist der Weg, den ich von meiner Jugend an gegangen bin: Ich bin meiner  Begeisterung und meinen Träumen gefolgt und damit schließlich erfolgreich geworden.

Mit meiner Firma „Weltweitwandern“ verreisen heute Jahr für Jahr tausende Gäste in über 80 Länder der Welt. 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im WWW-Basecamp in Graz und über 500 Menschen in der ganzen Welt arbeiten mit und für das Unternehmen. Zudem durfte ich – gemeinsam mit Mitstreitern – bereits eine Reihe sozialer Projekte auf der halben Welt initiieren. Unsere Schul- und Bildungsprojekte in Marokko, Indien und Nepal eröffnen vielen jungen Menschen Lebensperspektiven in ihrer Heimat.

Der Weg dorthin war nicht einfach. Ich musste in meinem Leben viele Durstrecken zurücklegen, Krisen überwinden und Rückschläge hinnehmen, ehe ich meine Ziele erreichen konnte. Aber wie sagte schon Yoda zu Luke Skywalker im Hollywood-Epos Star Wars? „Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen“, gab er diesem während seiner Ausbildung mit auf den Weg. Auch in bin ein Verfechter des Tuns und sage: Wege entstehen, dadurch dass man sie geht. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Es ist möglich, sein Leben auf eine Vision hin zu gestalten. Aber nur wer seinen eigenen Weg findet und geht, kann seine Träume verwirklichen.

Daher möchte ich nun meinen Weg mit Ihnen teilen, um Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu ermuntern und Mut zu machen. Denn jeder von uns kann seine Träume realisieren – und sollte es auch tun. Für die einen ist es der Aufbau eines Unternehmens, für andere das Gelingen von Projekten im Privaten oder Sozialen. DEIN Weg ist das Ziel!

Anhand meiner eigenen Lebensgeschichte möchte ich zeigen, dass man dafür weder „superbegabt“ sein noch „super viel Glück“ haben muss. Denn auch ich selbst besitze abgesehen vom Faktor Neugier keine herausragende Talente und kann die meisten Dinge eher mittelmäßig. Dennoch ich ist mir vieles gelungen, worauf ich heute mit Stolz und Freude zurückblicken darf. Meine Freude wäre noch größer, wenn Sie sich von meiner Geschichte – meinem Weg – inspirieren lassen.

Was mir aber am allerwichtigsten ist: Ich lebe ein sehr erfülltes, spannendes und reichhaltiges Leben mit meiner Frau und unseren drei Kindern. Dafür bin ich zutiefst dankbar und demütig.

Es ist möglich, sein Leben auf eine Vision hin zu gestalten!

  • Lebe Deinen Traum!
  • Träume weit und frei und lebe dann danach!
  • Wege entstehen dadurch, dass man sie geht!

 

Rückkehr nach Lingshed – ein Spalier aus tausend Erinnerungen

„Der kürzeste Weg zu sich selbst führt um die Welt herum.“  Hermann Keyserling

August 2013, Lingshed, Nordindien

13 Jahre. So viel Zeit ist seit meinem letzten Besuch im Bergdorf vergangen. Doch fast scheint es mir, als wäre ich nie weggewesen. Vertraute Fremde. Auf den letzten Metern des Gebirgspfads beschleunige ich meine Schritte, schon liegt das Dorf in Sichtweite. Die Erhabenheit des Ortes umfängt mich augenblicklich wieder. Wie ein riesiges Amphitheater öffnet sich von Süden her der natürliche Bergkessel, in dessen behütetem Zentrum das Dorf Lingshed auf rund 4000 Meter Seehöhe hockt. Auf über 300 Höhenmeter verteilt sich dieses Bergdorf, die einzelnen Bauernhöfe liegen weit verstreut. Oberhalb der Dorfgemeinde thront das Kloster Lingshed, einem Adlerhorst gleich in den Fels gesetzt. Dahinter eine steil aufragende Felswand – fast 1000 Meter reckt sich diese senkrecht in den ladakhischen Himmel. Ringsum türmen sich zahllose Fünf- und Sechstausender des Westhimalaya zu Ehrfurcht gebietenden Massiven auf, in südlicher Richtung komplettieren die schroffen Gipfel des Himalaya-Hauptkamms das imposante Panorama. Lingshed, mein Sehnsuchtsort! Ausgangspunkt meiner Träume, Wendepunkt meines Lebens. Nach so vielen Jahren betrete ich also wieder deinen Boden. Ein erhebendes Gefühl, es ist wie Nachhause-Kommen.

Ankunft in Lingshed: Ein Spalier aus Erinnerungen!

Ankunft in Lingshed: Ein Spalier aus Erinnerungen!

Die Rückkehr könnte nicht schöner sein. Denn ich werde erwartet. Dutzende Einwohner des Ortes haben sich auf den Wegen versammelt. Wie zu bunten Perlenschnüren aufgefädelt stehen sie in prachtvollen Gewändern und formen ein Spalier, um den Ankommenden willkommen zu heißen: den ankommenden „Westler“, der nicht als Tourist, sondern als alter Freund empfangen wird. So viel Freude und Wärme in den Gesichtern. Eine Herzlichkeit, die mich bereits bei meinem ersten Besuch vor zwanzig Jahren rührte. Ich treffe auf meinem Weg durchs Spalier auf strahlende Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Dorfbewohner jeden Alters. Viele haben Blumen und Gebetsschals mitgebracht – so bin ich bereits nach wenigen Minuten vollbehangen mit weißen Schals. Sie alle nahmen Aufstellung und geleiten mich auf diese Weise den schmalen Gehweg hinab zur Schule. Schon von Ferne sehe ich ihre Glasfront glänzen und kann die Konturen des lehmigen Flachdachs erkennen: die „Solarschule“ von Lingshed. Ihr Anblick erstaunt mich und erfreut mich gleichermaßen. Man sieht dem Gebäude die 13 Jahre, die die Schule bereits Dienst tut, nicht an. Sowohl außen als auch von innen wirkt der Bau überaus gepflegt. Die Fensterrahmen sind frisch gestrichen, die Wände weiß gekalkt. Sogar das Schild mit der Aufschrift „ Lingshed Solar School“ blitzt in der Höhensonne wie am ersten Tag. Es kommt mir vor wie gestern, dass wir das Schild als krönenden Abschluss des Schulbaus über dem Eingang montierten. Nur ein kleiner Handgriff, aber ein Symbol für Großes. Unser Stolz und unsere Begeisterung waren grenzenlos. Wir hatten gemeinsam das Unmögliche geschafft. Ein Schulbau in 4000 Meter Höhe mitten im Westhimalaya. Initiiert vom fernen Graz aus, realisiert vor Ort gemeinsam mit den Bewohnern von Lingshed, fünf Tagesmärsche von der nächsten Straße entfernt. Alle Anstrengung hatte sich gelohnt. Was für ein Kraftakt, das Bauholz in Schlitten über den zugefrorenen Zanskar-Fluss und danach zu Fuß über steile Anstiege ins Dorf zu schleppen. Was für ein Glücksgefühl, die Schule am Ende an die Gemeinschaft übergeben zu können….

Weiterlesen dann ab 2. November 2016 in meinem Buch:

WANDERN WIRKT!
Den eigenen Weg gehen und Lebensträume verwirklichen. Ein Inspirationsbuch
4-farbig mit vielen großformatigen Fotoseiten / 17 x 24cm / ca. 300 Seiten
Erscheinungstermin: 2. Nov. 2016
Preis: 24.- / Stk.
Verbindliche Vorbestellungen ab sofort per email  – inkl. Angabe der Zustelladresse – an mich: christian.hlade@weltweitwandern.at


 

 

INHALT

  • Vorwort Christian Hlade
  • Vorwort Josef Zotter

I. Meine Geschichte: Wie ich lernte, meinen Traum zu leben

  • Rückkehr nach Lingshed – ein Spalier aus 1000 Erinnerungen
  • Kindheit: Frühe Sehnsucht nach Weite
  • Auf der Hippie-Welle in die weite Welt
  • Meine Jugend: Revolution und Reisen
  • Extrakapitel: „Meine Ausrüstung“ einst und jetzt
  • Vortragskünstler – Dia-Show meets Rock’n’Roll
  • Lingshed – ein Bergdorf als Wendepunkt meines Lebens
  • Weltweitwandern – Aufbau, Krise, Wende & Weiterentwicklung
  • Ein Erdbeben und seine Folgen

II. Erkenntnisse & Reflexionen: Wandern, Wandeln, Wachsen

  • Über die Wichtigkeit des Scheiterns für den eigenen Erfolg
  • Wandern wirkt Wunder! Gehen und Spiritualität
  • Bildung statt Almosen – meine Entwicklungsprojekte
  • Kulturaustausch andersrum: Weltweitwandern Empowerment
  • Konfrontation statt Kuscheltoleranz: So gelingt Integration!
  • Sicherheit ist alles? Aber alles sicher ist nie!
  • Fernweh und Familiensinn – eine ewige Gratwanderung

III. Tipps & Trick: 101 Tipps fürs Wandern, Reisen und Vorankommen

Die Trickkiste von Weltweitwandern-Chef Christian Hlade

  • 10 praktische Wander-Tipps
  • 3 Tipps für den perfekten Wanderschuh
  • 10 Tipps zur optimalen Höhenanpassung
  • 4 Tipps zum Wandern mit Kindern
  • 9 Tipps, um gesund durch den Urlaub zu kommen
  • 12 Tipps für Ihre geglückte Reise
  • 9 Tipps zum Wandern und Reisen mit Kindern
  • 9 Tipps für das Fotografieren auf Reisen
  • Plus: Meine Abreise-To-Do-List
  • 15 Tipps, wie persönliche Veränderung gelingt
  • 10 Tipps, die eigene Vision zu finden und zu verwirklichen
  • 10 Strategien gegen Burn-Out

Meine Reisen im Überblick
Weltweitwandern in Zahlen
Meilensteine von Weltweitwandern
Danksagung
Literaturliste
Impressum

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Meine nicht nur positiven Erfahrungen mit Integration

Wir von Weltweitwandern haben ja extrem viel Erfahrung in der Organisation von Begegnungen unterschiedlicher Menschen und Kulturen!

  • Unsere Reiseprogramme beinhalten sehr oft Elemente von Begegnung, Diskussion und „gemeinsam etwas tun“ –  um Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzubringen.
  • Wir haben schon weit über 100 Guides und Partner zu Workshops und teils mehrmonatigen Kulturaustausch – Projekten nach Österreich und Deutschland eingeladen. Von all diesen Guides und Partnern wollte KEIN einziger hierbleiben und alle arbeiten weiter in ihren Heimatländern. Sie haben ja durch ihre gute Sprachqualifikation alle eine gute Arbeitsmöglichkeit in ihren Heimatländern.
  • Was mich auch oft verblüfft, ist die Schnelligkeit mit der häufig bei unseren guides der Erwerb der deutschen Sprache und von Fähigkeiten für Kulturbegegnung passiert. Nach oft nur einem halben Jahr mit wenigen Kursen und viel Selbststudium, persönlichem Engagement  und Üben können viele marokkanische Guides unsere Gruppen leidlich und schon mit viel Hintergrundwissen über die Gewohnheiten der Gäste auf Deutsch führen. Nach einem Jahr sind die Jungs oft wirklich gut in der deutschen Sprache.
  • Sehr positive Erfahrungen kann ich auch von unserem Engagement in Ladakh im entlegenen Bergdorf Lingshed berichten. Entgegen der Befürchtung von vielen kritischen Stimmen, führte die intensive Dorfpartnerschaft mit uns Westlern – inkl. der erfolgreichen Einführung einer funktionierenden Dorfschule samt Stipendien für weiterführende Ausbildungen und Studienplätzen nicht zu einer großen Landflucht. Im Gegenteil: Viele der Studenten sind nach ihrer Ausbildung zurückgekehrt uns sind heute sehr engagierte LehrerInnen in der Region, oder haben andere Jobs vor Ort gefunden. Sehr viele sind aber nun einfach auch gut gebildete Bauern!

Meine nicht nur positiven Erfahrungen mit Integration

Meine – nicht nur ausschließlich positiven  – Erfahrungen aktuell mit der Flüchtlingsfamilie, die wir in der Weltweitwandern Gästewohnung aufgenommen haben, möchte ich hier produktiv einfließen lassen…

  • Der Mann der Familie kann nach 7 Monaten, dem Besuch eines Deutschkurses und Internetzugang  für online- Sprachstudium in Österreich leider noch immer fast kein Deutsch!
  • Die beiden Erwachsenen verbringen täglich Stunden mit ihren Smartphones und leben in Gedanken eher in Syrien, als sich um eine Eingliederung, Spracherwerb und Erwerb von Fähigkeiten hier in Österreich zu kümmern.
  • Gemeinsame Verabredungen und Termine werden leider sehr häufig gar nicht eingehalten!
  • Die in Syrien üblichen Wohngewohnheiten ruinieren durch zu viel Feuchtigkeit beim Kochen und Duschen  – kombiniert mit völligem Verzicht auf Lüften  – jede moderne Wohnung in Österreich.
  • Die Familie wohnt bei uns kostenlos, zeigte aber monatelang gar keine Eigeninitiative ein wenig mitzuhelfen. Sie verwenden zwar gerne unseren Garten, schauen uns aber beim Rasenmähen, Blumengießen und Unkrautjäten zu…

Mein Fazit:

  • Kulturaustausch und Integration bedarf auch einer Konfrontation, einer aktiven Auseinandersetzung, auch produktives Diskutieren und sogar (respektvolles) Streiten!
  • Integration braucht auch Regeln, Ziele und Forderungen von Seiten der Gastgeber.
  • Dinge, die in unserer Kultur selbstverständlich sind (lüften, zu vereinbarten Terminen auch wirklich zu kommen, usw) sind nicht selbstverständlich und müssen geduldig  – aber auch mit einer entsprechenden Auseinandersetzung eingefordert / geübt werden.
  • Menschen, die eine klare Aufgabe und ein Ziel haben (z.B. unsere Guides) , können sich unglaublich schnell in einer anderen Kultur und Sprache zurechtfinden.
  • Viele Flüchtklinge haben völlig falsche und überzogene  Erwartungen vom „goldenen Westen“ – ähnlich aber ev. noch extremer wie die „Ossis“ oder andere BewohnerInnen kommunistischer Staaten nach der Wende 1990.
  • Dieses falsche und letztlich passiv machende „Anspruchdenken“ müssen wir den neuen Mitmenschen aktiv abgewöhnen und ihnen klar machen, daß man bei uns Sprachkompetenz, eine Ausbildung und vor allem harte Erwerbsarbeit braucht um zu überleben.
  • Das Aufwachsen in Diktaturen hat diese Menschen sehr passiv erzogen. Eigeninitiative ist wenig vorhanden.
  • Natürlich gibt es viele seelische Wunden des Krieges und des Verlustes der Heimat, das ist keine Dauerentschuldigung – aber ein Umstand der uns zu mehr Geduld anregen sollte.
  • WICHTIG: Auch wenn man selbst liberal und „multikulti“ eingestellt ist, muss es erlaubt sein Kritik an dem Verhalten mancher Asylwerber zu üben und Bedenken zu äußern – und auch Forderungen an die neuen Zuwanderer zu stellen.
  • Wir dürfen / sollen nicht unsere „Bedenken gegenüber dem Verhalten mancher Zuwanderer“ nur den Rechtspopulisten überlassen, eine offene produktive Diskussion finde ich wertvoll.

Meine Lösung:

Auseinandersetzung, Gespräche, falsche Vorstellungen vom „Westen als  Schlaraffenland“ aktiv abbauen, Regeln einführen, Forderungen stellen, Mitarbeitspläne geben, Wohnungen kontrollieren und respektvoll aber klar Verhaltenshinweise und Regeln für Wohnungsbenützung und Mitarbeit aufstellen. Immer wieder das Deutsch-lernen einfordern.
Eine produktive öffentliche Diskussion über das Thema.

Ich muß offen zugeben: Ich hätte mir das alles schon viel leichter vorgestellt!

Aber das ist eine der neuen Herausforderungen unserer globalisierten Welt: Niemand soll behaupten, dass diese einfach sind. ABER: Wir müssen uns nun diesen Aufgaben stellen, weil die Flüchtlinge sind da, Kriege existieren und die Ungleichheit auf der Welt führt zu Wanderbewegungen – immer schon! Es ist meiner Ansicht nach keinesfalls eine Lösung die jetzige Situation zu negieren, sich die Flüchtlinge wegzuwünschen und den Kopf in den Sand zu stecken.

Aber es bedarf möglicherweise NOCH VIEL MEHR an Engagement, aktives Zugehen  – aber auch Forderungen an die Flüchtlinge zu stellen.

Lasst uns aktiv, produktiv und positiv in die Zukunft schauen. Das Thema ist lösbar, aber weder durch Rechtspopulismus, noch durch eine unrealistisch-rosarote Brille- auch nicht durch wegschauen und / oder Katzenjammer.

Gehen wir es an!

Weltweitwandern hat da auf alle Fälle viele Erfahrungen, Know How und guten Willen  – aber auch Realismus bei diesem Thema beizutragen!

Ich wäre gespannt auf produktive Rückmeldungen von euch zu diesem Thema.
Bitte aber keine Hass – oder rassistische Meldungen, das ist jetzt nicht hilfreich.
Ich bin auf alle Fälle der Meinung es braucht eine sehr offene, aber auch tabulose Diskussion zu diesem Thema, damit wir da weiterkommen!

Lg Christian


 

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Megathema (Un)Sicherheit – auch auf Reisen

Vor einigen Jahren verfolgten wir alle mit großer Sorgen die Bankenkrise und machten uns dabei viele teils unnötige Sorgen, nun bestimmt ein anderes Thema den Hauptfokus der Medienberichte und vieler öffentlicher und privater Diskussionen: Die wachsenden Sorgen um unsere Sicherheit und die wachsenden Ängste.

Seit Jahresmitte 2015 – stärker noch seit Anfang 2016  – Stichworte Flüchtlingskrise, Silvesternacht Köln, Terroranschläge in Frankreich  und Deutschland, Anschläge und Umsturz in der Türkei hält eine große Verunsicherung Einzug selbst in die bürgerlichen und bislang sicheren Wohnstuben des Mittelstandes in Europa.

Fast im Tagestakt kommen aktuell die Horrormeldungen. Es sind nun nicht nur mehr oder weniger weit entfernte Kriege, sondern die Ereignisse passieren nun sehr nah an unseren Lebenswelten.

Anschläge und Gewaltausbrüche passieren in mitten in westeuropäischen Städten.
Viele Flüchtlinge leben nun mitten unter uns, in einer recht kurzen Zeit haben sie das Straßenbild verändern. Frauen im Schleier oder Kopftüchern sind nun viel häufiger in unseren Städten zu sehen.
Leider dominieren vielfach pauschalierende Zuschreibungen: „Der böse, gewaltbereite Islam“,“alle Flüchtlinge / Islamanhänger sind potentielle Attentäter“, usw.

Bei Wahlen und in der Politik ist die Haltung zum Thema Flüchtlinge das wichtigste, oft einzige und wahlentscheidende Thema. Die politische Landschaft ändert sich derzeit in ganz Europa in Richtung rechts, mit pauschalen Urteilen und Abgrenzung.
Die Medien haben monatelang nun kaum andere Hauptthemen als islamischen Terror und die Flüchtlinge.
Es herrscht aktuell ein Hype, eine Fokussierung auf das Thema: Islam, IS, Terror, Zuwanderung. Dieses Thema geht uns alle unter die Haut!

Sicherheit ist seit auch bei den Reiseentscheidungen ein wichtiges Thema

Die Verunsicherung ist auch beim Reisen  groß. Das Thema „Sicherheit“ hat bei Reiseentscheidungen in wenigen Monaten einen enorm hohen Stellenwert eingenommen.
Die Lust am Reisen ist jedoch nach wie vor  – trotz aller Verunsicherung – sehr groß.
Wir von Weltweitwandern hatten in den drei ersten wichtigen Buchungsmonaten 2016 ein Plus von über  50% bei unseren Buchungen.
Vor allem als „sicher“ geltende Destinationen wie z. Bsp. Kuba, Spanien, Madeira, Irland, Costa Rica und die Mongolei haben bei Weltweitwandern ein starkes Wachstum. Das sind alles Länder, die als „sicher“ gelten. Dazu verdoppelte sich bei uns der Verkauf von All Risk Stornoversicherungen innerhalb eines Jahres. Viele Gäste wollen sich bin zum Schluss alle Optionen offen lassen und gehen damit auf „Nummer Sicher“

Wir von Weltweitwandern investieren viel in das Thema Sicherheit. Wir sind in ständigem Austausch mit unseren örtlichen Partnern und dadurch sehr genau und früh über örtliche Gegebenheiten informiert. Bei unseren Wüstenwanderungen in Marokko  – zum Beispiel – gehen wir mit örtlichen Halbnomaden, die „ihre Wüstenregion“ sehr, sehr gut kennen. Unsere engen Kooperationen mit den vor Ort lebenden Menschen sind für uns ja der Schlüssel für eindrucksvolle und schöne Reiseerlebnisse für unsere Gäste und letztlich auch für ein Plus an Sicherheit.
Durch unsere Reisen schaffen wir gute Arbeitsplätze in manchen wirtschaftlich schwachen Regionen.
Das schafft eine verlässliche Einbindung örtlicher Mitarbeiter und ein sicheres „Netz“ an lokalen Menschen und Beziehungen.

Auf unsere Reisen wird ein offener Austausch zwischen verschieden Kulturen und Meinungen angeregt. Gerade eine respektvolle Auseinandersetzung, Begegnungen und Kennenlernen der anderen Kultur auf Augenhöhe dienen dem Abbau von Vorverurteilungen und relativieren falsche Meinungen. Wenn unser guide Ibrahim in Marokko vor dem Frühstück oder am Abend ganz selbstverständlich seinen Gebetsteppich ausrollt und still betet. Dann aber im Miteinander unsere Gäste in ihm einen toleranten, sehr gebildeten und angenehmen Mitmenschen erleben – dann relativieren sich da viele Islam – Vorurteile.

Wir initiierten und fördern auch zahlreiche Bildungsinitiativen vor Ort, wie z.B. die ecole vivante in Marokko, die Solarschule Lingshed / Indien, die Kundalinischule, die bottlehouses und die Schule in Hile. Durch Investitionen in Bildung und Berufsausbildungen erhöhen wir die Chancen von Kindern aus ländlichen Regionen am Arbeitsmarkt.

Wir bieten auch viele Austauschmöglichkeiten für unsere örtlichen Guides und weltweiten Partner! Unsere örtlichen Guides aus Marokko, Nepal, der Mongolei, uvam. werden zu Aufenthalten in Österreich und Deutschland eingeladen, um die Welt und Kultur ihrer Gäste aus der für sie oft ungewohnten Perspektive eines Touristen kennenzulernen.
Oder wir bieten örtlichen Guides die Möglichkeit mit einer Weltweitwandern – Reisegruppe ein anderes Land auf einem weit entfernten Kontinent zu besuchen. Marokko-Guide Omar trifft dann unseren Ladakhpartner Tsewang am Dach der Welt im Himalaya und umgekehrt.
Jedes Jahr organisieren wir zudem ein großes Treffen als Austauschforum für alle unserer Partner untereinander. Im Februar 2017 bei einer gemeinsamen Wüstenwanderung mit 40 Partnern aus der ganzen Welt!

Dieses voneinander Lernen ist ein wichtiger Aspekt für uns und dient letztlich auch dem Abbau von Vorverurteilungen und dadurch dem Frieden und mehr Sicherheit.

Die Summe aus Weiterbildungen, lokales „Verwurzelt-sein“, Bildungsprojekte, Verdienstmöglichkeiten von Mitarbeiter vor Ort aus den Wanderregionen, intensiver Austausch und Kommunikation schafft für unsere Gäste sicher eine höhere Sicherheit!

ABER:
100% Sicherheit kann es nie geben.
Unser Leben ist immer bedroht – trotz aller versuchten Absicherungen ist unser Leben verletzlich und wir alle müssen einmal sterben. Mit einem gewissen „Rest – Risiko“, dass etwas passiert muss man einfach leben – im Alltag und auch beim Reisen! Es gilt allerdings das Maß der Gefahr und der Unsicherheit realistisch einzuschätzen

Man muss auch die Bedrohungen relativieren, die aktuell so stark im Fokus der Medien- und der öffentlichen Diskussion gerückt sind.

  • 1970 / 1980 gab es in Europa wesentlich mehr Terroranschläge als jetzt! Damals waren es eher europäische Terroristen, die Anschläge verübten (ETA, RAF, …?)
  • Es ist wesentlich wahrscheinlicher bei einem Verkehrsunfall oder einem Haushaltsunfall zu verunglücken, als bei einem Terroranschlag – trotzdem fährt man ohne Panik mit dem Auto und verrichtet Gartenarbeit.

Ich hoffe meine Gedanken sind für Dich hilfreich!

Wie ist Deine Meinung zu dem Thema?


 

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