Höhenflüge in Neuseeland: Adlergleich über die Südalpen gleiten.

Neuseeland hat nicht nur mit dem „Franz Josef Glacier“ einen starken Österreichbezug, in dessen unmittelbarer Nähe lebt seit über einem Jahrzehnt der Grazer Segelflugpilot Martin Katschner.

Martin ermöglicht als professioneller Segelflugpilot interessierten Neulingen im neuseeländischen Sommer ganz außergewöhnliche Segel-Höhenflüge. Der Ort Omarama – in dem sich Martins neuseeländisches Haus praktischerweise direkt neben dem Flugplatz befindet – gilt nämlich als eines der besten Segelfluggebiete der Welt! Es herrschen ideale Wind- und Wetterbedingungen und die nahgelegenen Südalpen mit vielen Gletschern und Seen bieten landschaftlich unglaublich reizvolle Schauwerte.

Martin hat mich großzügigerweise im Rahmen meiner Neuseelanderkundigungsreise diese Woche auf einen ausgedehnten Segelflug mitgenommen.

Als absoluter Segelflugneuling habe ich gestaunt, wie leicht und elegant diese Fluggeräte sind – und wie schmal die Flügel! Man ist nur durch eine dünne Plexiglaskuppel vom Geschehen draußen getrennt und hat daher immer 360 Grad freien Rundumblick – ist also quasi mittendrinnen in der Landschaft.

Nur wenige Minuten dauerte dann das Hochschleppen mit dem Motorflugzeug und dann gleiten wir  – nur vom Wind getragen – höher und höher über Hügel, grüne Täler, glitzernde Gletscher und tiefblaue Seen. Mehrmals umkreisen wir die höchsten Gipfel des Mt. Cook, Mt. Tasman und Mt Selfton und deren schier unendlichen Gletscherfelder.

Wir kommen dabei manchen Gletscherflanken so nahe, dass wir diese fast mit den weiten Flügeln streifen – zumindest kommt mir das so vor. Mein Unterkiefer klappt gleich zu Beginn nach unten – ich bin wie im Rausch. Die Zeit vergeht „wie im Flug“ und als wir dann landen ist mir klar: Das war jetzt wirklich ein echtes „Once-in-a-lifetime“- Erlebnis! Die Wahnsinns Eindrücke werde ich noch sehr lange als lebendige Bilder in mir haben.

Hier ein kurzer Film von unserem Flug über den Mt. Cook: 
https://www.facebook.com/christian.hlade/videos/1872419869458813/

Infos und Buchung: www.glideomarama.com

Christian Hlade ist Gründer und Chef des Grazer Wander-Reiseveranstalters Weltweitwandern


 

Wir kommen dabei manchen Gletscherflanken so nahe, dass wir diese fast mit den weiten Flügeln streifen – zumindest kommt mir das so vor.

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Reisen im Wandel der Zeit: Was sich alles verändert hat

  1. Jedes Alter hat „seinen“ Reisestil: Reisen als junger Mensch gestalten sich anders, als Reisen im reiferen Alter. Auch die Art des Reisens hat sich im Lauf der Zeit vor allem durch das Internet und durch  weltweit vermehrten Wohlstand verändert.
    Als leidenschaftlicher Reisender seit 4 Jahrzehnten ziehe ich hier eine persönliche Zwischenbilanz.

Schon als Schüler – ab dem Alter von 15 Jahren – bin ich gereist. Per Interrail und manchmal auch mit ganz kleinem Budget per Autostopp. Damals war ich beim Unterwegs-sein irgendwie nie allein. Irgendwer hatte immer Bock mitzukommen oder ich habe unterwegs ganz leicht andere Mitreisende gefunden.

Klappe und Zeitsprung.

Nun fast 40 Jahre später bin ich noch immer sehr gerne – wenn wieder möglich auch länger  – und auch immer wieder allein unterwegs. Aber das Reisen ist nun doch ganz anders, die Art Unterwegs-seins hat sich mittlerweile stark verändert!

Den Gründen dafür möchte ich hier in meiner Betrachtung ein wenig nachgehen:

Mein großer Reisetraum: Patagonien! (und was dann daraus wurde…)

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„Es muss schon komisch für SIE sein in „IHREM“ Alter hier so alleine herumzureisen…“.

Gesprächseinstieg mit mir, eines jungen deutschen Sitznachbarn in einem Bus in Patagonien.
(Allein die Anrede „per Sie“ hat mich total demoralisiert und mir den großen Abstand zwischen mir und dem jungen Mann schlagartig bewusst gemacht …)

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Reisen als junger Erwachsener

Als ich nach meiner Matura 1983 für vier Monate nach Indien aufgebrochen bin, lernte ich die weltumspannende Familie der jungen „Traveller“ kennen. Es war wie eine Offenbarung für mich: Tausende junge Menschen waren damals auf dem sogenannten „Hippietrail“ in Asien unterwegs. Jeden Tag traf ich neue spannende Bekannte und erfuhr aufregende Lebens- und Reisegeschichten. Ob Australier, Israelis, Deutsche, Franzosen, Engländer, Amis: Es herrschte ein Gefühl eines weltweiten Aufgehoben-Seins und war ein bisschen wie eine riesengroße nicht enden wollende Party. Jeden Abend in den Gästehäusern wurde diskutiert, gefeiert und gelacht – es wurden aktuelle Reiseinfos und gegenseitige Einladungen ausgetauscht.  Der „Lonely Planet –Reiseführer“ war unserer gemeinsame Bibel. Die Gespräche drehten sich ganz viel um „wo ist es am billigsten“ und wie komme ich mit meinem knappen Budget am längsten aus…

Inspiration durch Reisen, aber…

Beim Reisen ist man oft in der Rolle des passiven Beobachters, des „Inspiriert-werdens“.
Die große Freiheit und das Ungebunden-Sein auf längeren Reisen ist eine Zeitlang wirklich großartig, es hat etwas „Schwebendes“ – man wird ob all der vielen neuen Eindrücke dann aber auch reisemüde. Da brauchte es für mich dann unbedingt auch Phasen des „Sesshaft-Seins“, um Eindrücke zu verarbeiten und all die Inspirationen „zu Boden zu bringen“ und sich wieder zu verwurzeln und zu erden. Immer nur zu Reisen hätte für mich etwas von „Davonlaufen“ und ist letztlich auch sehr anstrengend.

Seßhafte Jahre

Nach vielen wunderbaren Jahren mit vielen langen Reisen, die ich Großteiles durch meine Diavorträge finanzieren konnte, folgte dann für mich persönlich meine Berufs- Familien- und Hausstandsgründungs-Zeit.  Eine wunderbare, intensive  –  vergleichsweise recht sesshafte – Zeit in meinem Leben. Carmen – meine wunderbare Ehefrau – und unsere drei sehr lebendigen Kinder beglücken und bereichern nun seit vielen Jahren mein Leben. Mit Weltweitwandern ist aus meiner Reiseleidenschaft inzwischen ja auch eine wirklich coole und gesunde Firma entstanden – deren Aufbau und Führung natürlich viel mit meiner Anwesenheit verbunden war…

Die immer noch vorhandene Reiseleidenschaft stillte ich in dieser Zeit mit kurzen Familienoutings  – in die nahen Bergen oder auf gemeinsamen Urlauben nach Kreta, Marokko oder sogar nach Indien. Erkundigungsreisen für meine Firma waren auch dabei, dauerten aber meist nur 1-3 Wochen.
Die laaaaangen Reisen meiner Jugend rückten  – vor allem nach dem Schulbeginn unserer drei Kinder – in den Bereich des Unrealistischen.

Midlife-Crisis und nochmaliger Aufbruch zu alten Träumen

Dann hat mich die „Midlife-Crisis“ voll erwischt. Ich fühlte mich depressiv und eingesperrt wie ein Tiger im zu kleinen Käfig. Ich träumte von der großen Freiheit von „damals“. Einfach wieder mal nur mit dem Rucksack und wenigen fixen Plänen losziehen und spontan vor Ort schauen, wohin die Reise sich entwickelt. Die alte Stimmung des weltweiten „Traveln“ und die weltweite Familie der Reisenden von damals wieder spüren. Meine großzügige Frau Carmen (DANKE!) ermöglichte mir dann eine mehrwöchige Familienauszeit, die Firma dank den tollen langjährigen Mitarbeitenden auch (DANKE!).

Mein großes Aufwachen in Patagonien : Alles plötzlich „ganz anders“!

Ich stieg dann also – knappe 50 Jahre jung – in Santiago de Chile voll motiviert aus dem Flieger und stürzte mich voller Erwartungen ins ungeplante Abenteuer. Meine Vorstellung war, es genauso wie vor 30 Jahren in Katmandu anzugehen. Beim ersten Backpackerquartier aus dem Lonley Planet-Reiseführer kam dann gleich die Ernüchterung. „Wir sind voll, hier gibt’s nur Platz wenn SIE rechtzeitig online vorgebucht haben.“  Die 10-Betten-Schlafsäle der jungen Backpacker sahen zudem ohnehin echt mäßig attraktiv für mich aus.

Online fand ich dann natürlich gleich ein – erstaunlich teures – Einzelzimmer in einem nahegelegenen atmosphärisch eher kühlen Hotel. Mein viel zu schwerer Rucksack mit der teuren Spiegelreflexkamera drinnen wurde schon beim Anmarsch dorthin zur spürbaren Last…

Es war Jänner und ich musste dann gleich am Beginn meiner Reise feststellen, dass zu dieser Zeit gefühlt auch halb Argentinien, Chile und Brasilien gemeinsam mit mir als Touristen unterwegs waren. Also ohne tagelange Vorausbuchung gab es kaum Busplätze und Hotelzimmer  – und die Zimmer der wenigen verfügbaren Hotels waren wie gesagt erstaunlich teuer. Ich lernte bei den langen Busfahrten und in den Hotels dann auch kaum andere Menschen kennen. Meine ersehnten „Reisehighlights“ Torres del Paine und El Chalten erwiesen sich zudem als recht laute Tourismushochburgen mit einer Unzahl von Souvenir-Shops, lauten Fastfood-Buden und einer Unmenge von Touristen…
Zudem vermisste ich meine Familie und irgendwie lief das alles hier so gar nicht rund.
Wo war die tolle Zeit meines  jungen Reisens hin? Ich fühlte mich einfach nur einsam und unwohl.
Die schon oben erwähnte Frage meines jungen Bussitznachbarn – „Es muss schon komisch für SIE sein in „IHREM“ Alter hier so alleine herumzureisen…“ – brachte dann das Fass zum überlaufen, ich verschob meinen Heimflug nach vorne und flog ernüchtert wieder nach Hause…

Manch alten Traum muss man ausleben – nur damit man sieht, dass er gar nicht mehr passt. Aber wäre ich nicht gereist, wäre die unrealistische Sehnsucht noch weitere Jahre in mir verblieben…

Was ist bloß mit dem Reisen passiert?

Reisen allein gestalten sich wie gesagt plötzlich für mich viel einsamer, die ganze Art des Unterwegs-seins ist nun anders als in meiner Jugend.

Es liegt natürlich zum einen auch an mir, meinem Alter und meinen jetzigen Bedürfnissen.
Ich selbst und mein Reisestil haben sich ja auch sehr gewandelt. Ich bin nun  – nach meinem Experiment in Patagonien – immer viel besser vorbereitet, habe klare Pläne vor allem in Bezug auf mögliche Wanderungen und lohnende Outdoor-Ziele und bevorzuge schon eher mein eigenes Zimmer anstelle eines Bettes in einem Backpacker-Dormitory. Der Großteil der anderen Einzel-Reisenden sind zudem oft sehr junge Erwachsene, oft 30 Jahre und mehr jünger als ich. Deren Themen sind einfach andere sind als meine. Oder andererseits sieht man unterwegs dann auch gut situierter Ehepaare mit klar strukturierten Reiseabläufen. Da bin ich dann oft als älterer Einzelreisender „dazwischen“ – aber das ist mir nun bewusst und damit komme ich nun gut klar. 
Ich schätze es auch inzwischen sehr, mich einer Wander-Reisegruppe von Gleichgesinnten anzuschließen und buche bei einem Veranstalter meines Vertrauens, eigentlich fast nur mehr bei „Weltweitwandern“ ;-)

Durch das Internet ist das Recherchieren und Buchen von Transport und Quartieren viel einfacher, aber zugleich auch viel weniger spontan geworden. Alles ist nun auf den Hauptrouten zwar viel besser organisiert, läuft nun oft viel planbarer – dadurch aber auch geplanter und „abschätzbarer“ ab.  Für fast alles findet man Bewertungen, Google ermöglicht es sich alles vorher auch schon anzusehen.  

Es sind jetzt zudem einfach VIEL mehr Menschen unterwegs. Chinesen, Inder, Russen und Brasilianer zum Beispiel haben in großer Zahl erst seit wenigen  Jahren begonnen zu reisen  – aber deren Menge an Menschen verändert vieles aktuell ganz rasch.  Beliebte Länder wie zum Beispiel Neuseeland oder auch viele beliebte europäische Städte sind aktuell an  – oder schon über – den Grenzen ihrer Kapazitäten. Auch der Inlandstourismus hat weltweit fast überall extrem zugenommen.

In den 50er-Jahren zählte man weltweit erst 25 Millionen Touristen, in den frühen 1980ern waren immer noch unter 300 Mio Menschen weltweit als Touristen unterwegs  – 2017 waren es dann bereits über 1,3 Milliarden (= über FÜNFZIG mal so viele wie 1950!!!).
Tendenz weiter stark steigend!
Dazu habe ich wirklich spannende Statistiken gefunden:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37123/umfrage/weltweites-tourismusaufkommen-nach-reiseankuenften-seit-1950/

https://de.statista.com/themen/702/tourismus-weltweit/

Klingt doch alles nicht sooo toll, oder?

NEIN!!!
Es gibt noch sooo Vieles zu entdecken.
Reisen ist wunderschön und unglaublich bereichernd.
Es gilt allerdings einige Dinge, die man vor jeder Reise bedenken sollte:

  • Berühmte Orte sind fast immer voll!
    Länder und Orte über die man viel liest, von denen alle reden und in die alle hinwollen, sind praktisch immer touristisch und überlaufen!
    Weltberühmte Orte werden stark besucht, das ist so. Also an berühmten Orten wie z.B. Machu Picchu, Salzburg oder Venedig keine „authentische Einsamkeit“ erwarten.
    Also wenn gerade „alle“ von bestimmten Ländern reden und Sehnsucht danach haben, ist das schon ein Zeichen für starken Besucherandrang.
     
  • Die eigenen Bedürfnisse richtig einschätzen und danach planen
    Wenn ich organisierte Action, Komfort und gute Infrastuktur möchte, dann sind professionelle Tourismusorte oder auch Kreuzfahrten genau mein Ding. Suche ich authentische Erlebnisse und leise Töne, dann muss ich eher ruhigere, weniger bekannte Regionen ansteuern.
  • Zur richtigen Zeit hinfahren
    Bekannte Orte mit den richtigen Erwartungen und vor allem zur „richtigen Zeit“ (außerhalb der Saison oder sehr frühmorgens) besuchen.
  • Bei Suche nach Ursprünglichkeit gezielt Ausschau halten
    …nach unbekannteren Orten, Ländern und Landstrichen. Es gibt noch sooo viel zu entdecken auf unserer Welt. Länder wie Kirgistan, Kolumbien, Albanien werden noch recht wenig bereist. Auch in bekannteren Ländern gibt es wenig besuchte, ruhigere Regionen.
    Selbst auf dem überfüllten Island in der Hochsaison gibt es weniger besuchte wunderschöne Regionen, wie z.B. die vorgelagerten Westmännerinseln. Während am Gloßglockner oder Dachstein die Menschen Schlangen stehen, trifft man auf manchen Routen in den steirischen Triebener Tauern kaum einen anderen Bergsteiger… 
  • Megatrend Konzentration im Tourismus
    Was ich seit Jahren als Mega-Trend beobachte ist eine zunehmende weltweite Konzentration des Tourismus. Einige Länder und Regionen und verzeichnen extrem starke Zuwächse und boomen, andere hingegen sind stark rückläufig. Manche der Schwund-Regionen sind oft durch veraltete Infrastruktur, schlechte Verkehrs und Fluganbindungen oder auch Umweltprobleme und alte Bausünden manchmal einfach auch weniger attraktiv.
  • Internationaler Wettbewerb und Vergleich
    Tourismusregionen auf der ganzen Welt müssen sich mehr und mehr einem internationalen Vergleich und dem internationalen Wettbewerb stellen.
    Die Vorzüge des steirischen „urigen“ Donnersbachtales werden von den potentiellen BesucherInnen mit den Qualitäten der Dolomiten, von Tirol und auch mit Fernreisezielen verglichen. Eine unverwechselbare „Marke“ und klar herausgearbeitete Stärken und Profilierung ist vor allem in Zeiten der Online-Recherchen gerade für kleinere Tourismus-Regionen über-lebenswichtig.
  • Gegentrend zum Megatrend!?
    Die starke Konzentration des Tourismus auf manche Länder und Regionen und den dadurch entstehenden Überlastungssituationen und einem naturzerstörenden Bauboom wird über kurz oder lang auch Platz schaffen für einen Gegentrend.
    Genauso wie enttäuschte Kunden nach Billig-einkauf von Geräten ohne Wartung und Beratung dann wieder mehr Service wünschen, werden Reisegäste nach enttäuschenden massentouristischen Erlebnissen sich wieder nach mehr Authentizität und Natürlichkeit umsehen. Orte die das bieten müssen allerdings trotzdem diese Vorzüge „erkennbar“ gut kommunizieren.
  • Chancen für Weltweitwandern
    Genau in diesem Spektrum bewegt sich ja auch meine Firma Weltweitwandern! Natürlich spüren auch wir bei den Buchungen den Trend zu „bekannten“ und „weltberühmten“, Trend-Ländern wie Island oder Kuba.
    ABER: Durch langjährige Mundpropaganda unserer vielen Stammkunden und unser gezielte Kommunikation laufen bei uns auch viele „leisen“ und nicht so „weltberühmten“- dafür aber  viel authentischeren Ziele extrem gut. Wie zum Beispiel Kirgistan, Montenegro oder Wandern in Marokko. Ich denke in diesem Spektrum und dessen aktiver Kommunikation liegt auch unsere Zukunft!

Freu mich auf eure Kommentare Anmerkungen und Rückmeldungen!


 

Christian Hlade von der wunderschönen  – und auch sehr einsamen – Westcoast der Südinsel / New Zealand

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Geheimtipp Catlins: Neuseelands wunderschönes Ende

Seelöwen und Robben, die mitten am Sandstrand herumfläzen, schwimmen gehen mit Hektor-Delfinen, seltene Gelbaugen-Pinguinen beim Landgang beobachten und über einen 180 Millionen Jahre alten versteinerten Wald latschen.

Das alles kann man an einem einzigen Ort und an einem einzigen Tag in den wunderschönen Catlins im äußersten Süden von Neuseeland. 

Zugegeben: Das Wasser zum Schwimmen ist hier eiskalt. Trotzdem wagen sich hier gar nicht so wenige Hartgesottene ins Wasser, denn ein neugieriges Hector-Delfinpaar schwimmt hier neugierig ganz nahe um die Badenden herum und gleitet immer wieder elegant in Bögen über die Wasseroberfläche. Einfach phantastisch! 

Am Sandstrand liegen Seelöwen und Pelzrobben und bei Ebbe kann man gleich daneben an der „Curio-Bay“ über versteinerte Baumstämme spazieren. Die vielen bestens erhaltene und gut sichtbare Stämme und Baumstümpfe hier sind 180 Mio Jahre jung  und stammen aus der Zeit, als die gesamte Landmasse unserer Erde noch ein einziger Kontinent – genannt „Godwana“ – war. Da kommt wirklich Ehrfurcht auf!

Man sollte nach ausführlichem Staunen über so viele Naturwunder aber unbedingt noch weiter bis zum Abend hierbleiben. Denn bei Einbruch der Dämmerung geht es weiter, dann kann man den äußerst seltenen Gelbaugen-Pinguinen beim Landgang zusehen. Sie kommen in der Abenddämmerung gruppenweise aus dem Meer und spazieren dann den Strand hinauf zu Ihren Nester, um die Jungpinguine zu füttern.

Ein erstklassiges Kaffeehaus mit feinen Mahlzeiten und angeschlossenem Museum mit spannender Informationsausstellung, ein wildromantischer Campingplatz und einige nette kleine Ferienquartiere machen das wieder Wegfahren von hier sowieso schwierig…

Infos: 

http://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/places-to-go/otago/places/catlins-coastal-area/curio-bay-porpoise-bay/

https://en.wikipedia.org/wiki/Curio_Bay 

Die vielen bestens erhaltene und gut sichtbare Stämme und Baumstümpfe hier sind 180 Mio Jahre jung  und stammen aus der Zeit, als die gesamte Landmasse unserer Erde noch ein einziger Kontinent – genannt „Godwana“ – war. Da kommt wirklich Erfurcht auf!


 

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