Interview in Fair-Media: Neue Wege gehen

Christian Hlade ist Gründer und Leiter von „Weltweitwandern“ und zählt mit seinem Unternehmen heute zu den erfolgreichsten und sozial engagiertesten Reiseveranstaltern im deutschsprachigen Raum. Im Interview mit dem Fairmedia-Magazin erzählt er über die globale Kommunikation von Unternehmenswerten, Durststrecken und das Begeisterungsfeuer, aber auch über die Wichtigkeit, in Unternehmen eine Kultur des Scheiterns zu etablieren, wenn man neue Wege gehen möchte.

FairMedia (FM): Herr Hlade, WWW wurde im Jahr 2000 von Ihnen gegründet, um den Bau einer solarbeheizten Dorfschule in einem abgeschiedenen Dorf im indischen Himalaya zu finanzieren. Ein Grundstein, der die Mission des Unternehmens – bewegende Begegnungen zwischen Menschen, Kultur und Natur – sehr gut verdeutlicht?

CHristian Hlade (CH): Ja, denn nachdem bei uns ein soziales Projekt nicht ein später dazugekommenes „Anhängsel“ – sondern DER eigentliche Auslöser für die Firmengründung von Weltweitwandern war, spielen Werte wie „Fairness“, „Verantwortung für das große Ganze“, „Offenheit“ und „Weitblick“ tragende Rollen bei uns. Mit unserem „hauseigenen“ Sozialverein „Weltweitwandern Wirkt!“ setzen wir mittlerweile weltweit Bildungsprojekte in Millionenhöhe um und gehören damit zu den sozial engagiertesten Unternehmen der Welt. 

FM: War es ein langer Weg dorthin? 

CH: Eigentlich nicht, denn soziales Engagement liegt sozusagen in der DNA unserer Firma. „Der intelligente Egoist schaut gut auf andere, damit es ihm selber gut geht“ hat einmal der Dalai Lama gesagt und das ist einer meiner Leitsprüche. Wobei soziales und gesellschaftliches Engagement nix mit „Kuschelkurs“ und immer nur lieb sein zu tun hat!

FM: Durststrecken gibt es aber überall, oder?

CH: Ja natürlich. Hier inspiriert mich sehr das Buch von Gladwell Malcolm, „Outliers: Stories of Success“ der davon spricht, dass es 10.000 Stunden Übung braucht, bis man etwas sehr gut kann. Auch ich habe geübt, vor allem in meiner Studentenzeit, wo ich viel gereist bin und anschließend Vorträge darüber gehalten habe und gelernt habe zu präsentieren. Außergewöhnliche Leistungen sind kein Zufall, sondern kommen von den Möglichkeiten zu üben.

FM: Wie stellt WWW permanent eine hohe Dienstleisterqualität sicher? 

CH: Den Hauptnutzen unseres sozialen Engagements und unserer klaren Ausrichtung an Werten spüren unsere Gäste. Durch die hohe Begeisterung und das überdurchschnittliche Engagement unserer MitarbeiterInnen weltweit bekommen unsere Gäste ein Produkt mit viel Liebe und mit viel „Herz“. Es ist einfach ein großer Unterschied in einem Unternehmen mit „Seele“ und „Sinn“ zu arbeiten bzw. Kunde eines solchen Unternehmens zu sein. Wir tun auch ganz, ganz viel, um die Begeisterung unseres Teams zu schüren: Austauschaufenthalte unserer Guides und Partner, Workshops, eine eigene WWW-Partner Academy in der wir miteinander und voneinander lernen.

FM: Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Partner auf der ganzen Welt die Mission Ihres Unternehmens nicht nur teilen, sondern leben? 

CH: Da ist ganz, ganz viel Kommunikation im Spiel. Ich selbst sehe mich als „personifizierte Marke“, als Kommunikator und als „Markenbotschafter“ nicht nur für Kunden – sondern auch für unsere Guides und Partner weltweit. Ich reise viel und besuche unsere Partner und mache vor Ort Workshops mit den Teams. Mein Blog, mein Buch, eine eigene WWW-Family-Group auf WhatsApp, Facebook,  eine WWW-Partner Academy, Austauschreisen – all dies dient dazu, das „Feuer der Begeisterung“ für die Marke – für die Werte von Weltweitwandern – am Brennen zu halten. Was natürlich auch extrem wichtig ist: Ich beschäftige mich sehr viel mit unserer Marke und unseren Werten. Wir machen Teamklausuren zur Strategie und ich gehe regelmäßig auf Meditationsklausuren. Auch das dient dem fortwährenden Lernen, der eigenen Weiterentwicklung und der Entwicklung meiner Firma. 

FM: In der Praxis, sei es beruflich als Unternehmer oder Mitarbeiter, aber auch privat fehlt oft der Mut, neue Wege zu gehen, wofür es unterschiedliche Gründe gibt. Wie bereitet man sich auf einen „neuen Weg“ vor oder geht man einfach darauf los?

CH Ganz wichtig ist es, eine hohe Kultur des Scheiterns zu integrieren. Man muss 100-mal hinfallen und scheitern können. Mutlosigkeit, dunkle Phasen, Misserfolge – über das spricht man nicht gerne, aber dunkle Phasen sind extrem wichtig als Fundament und Demutgeber. Und noch etwas: Wenn im Unternehmen alle mit vollem Herzen dabei sind, dann sind die Enttäuschungsmomente viel tiefer, aber auch die Erfolge größer.

FM-Tipp: Sie können den Katalog von Weltweitwandern mit 244 Wanderreisen in die ganze Welt kostenlos unter www.weltweitwandern.com anfordern. 

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Mein Geheimtipp: Wale & Wein in Südafrika

Sauvignon genießen und nobel speisen bei meinem Grazer Nachbarn
…in Südafrika!

Als ich meinem Grazer Nachbarn im Sommer 2017 „über den Zaun“ von unserer geplanten Südafrika-Reise erzählte, folgte postwendend die Einladung zum Abendessen – in Südafrika!

Der kleine Ort Hermanus an der Südspitze Afrikas gilt als die „Welthauptstadt der Whale-Watcher“. Man kann dort riesige Glatt- und Buckelwale – sogar am Ufer gemütlich auf Parkbänken sitzend – aus allernächster Nähe beim Luftholen beobachten!

Unweit davon an der „Wal – Weinstraße“ hat sich das Grazer Ehepaar Maria und Heimo Thalhammer einen langgehegten Lebenstraum verwirklicht und ein Boutique Weingut inklusive superbem Restaurant buchstäblich „aus dem Boden gestampft“.
Die Ahnen von Heimo Thalhammer hatten während der Monarchie einen Weinbaubetrieb in der Untersteiermark. Was hier nun am anderen Ende der Welt in Südafrika auferstanden ist, ist also durchaus eine alte Familientradition und lag den Thalhammers sozusagen in den Genen.
2006 wurde in Südafrika dann eine kleine Farm gekauft, 2008 wurde nach umfangreichen Bodenuntersuchungen mit dem Pflanzen von ausgesuchten Weinstöcken begonnen, einige Zeit später folgte der Bau eines kleinen, sehr feinen Restaurants. Alles mit sehr viel Gefühl und Liebe zum Detail gestaltet und zusammen mit einem großartigen südafrikanischem Team vor Ort entwickelt und verwirklicht.

Im November 2017 durfte ich mich mit meiner Frau Carmen dann im „Rivendell – Estate“  bei einem speziellen Winemaker-Evening von der Küche des „Revendeli“ und den hervorragenden Weinen verzaubern lassen.
Dass das Essen ganz außergewöhnlich gut war müssen Sie, liebe Leser mir einfach glauben.
Die ebenso hervorragenden Rivendell-Weine der Sorte Shiraz und Sauvignon Blanc können Sie allerdings inzwischen auch in einigen Restaurants hierzulande in Österreich trinken und sogar online bestellen:  www.rivendell.wine

Prost!

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Die Pauschalreise: Hui statt Pfui!

Gerade für „Individualisten“ sind sie ein rotes Tuch: Die Pauschaltouristen!
Dabei sind Pauschalreisen viel besser als ihr Ruf und obendrein oft sozialverträglicher, günstiger und jedenfalls genussvoller als Individualreisen.

Ich gebe es zu: Als reisender Student waren mein erklärtes Feindbild die sogenannten „Neckermänner“. Ich fühlte mich überlegen und besser als „Die“. Dabei bin ich im Nachhinein gesehen sehr oft mit Scheuklappen im „Lonely Planet-Tunnel“ gereist.
Meine einzigen Kontaktpersonen waren meist andere westliche Reisende, meine „Geheim-Infos“ kamen aus dem Lonely-Planet-Reiseführer, den 10.000e andere Rucksacktouristen zeitgleich mit mir auch konsultierten. (Heute hat „Trip Advisor“ diese Rolle übernommen…)

Heute weiß ich: Pauschalreisen kann man auf Wunsch ja in kleinen oder größeren Gruppen oder sogar auch ganz alleine machen. Aus einer riesigen Angebotspalette am Markt kann man zudem den für sich am besten passenden Veranstalter, das gewünschte Komfortniveau und die bevorzugte Reiseart herauspicken. Man macht dann nur eine Buchung und nicht duzende, hat durch eine professionelle Organisation im Vorfeld und dann auch unterwegs viel weniger Stress und auch viel weniger Risiko! Im Falle von Qualitäts- oder Organisationsmängel oder gar bei Flugproblemen ist man sehr gut durch das Pauschalreiserecht abgesichert und hat bei allen möglichen Problemfällen immer einen Ansprechpartner in Österreich.  

Bei einer gut organisierten Pauschalreise in einer kleinen Gruppen werden dann auch die größten „Individualisten“ glücklich: Mit einem guten, lokal verwurzelten Guide sieht man vor Ort einfach viel mehr – auch hinter die Kulissen. Die besten Tipps und Hintergrund-infos werden persönlich geliefert und viele wertvolle Begegnungen ermöglicht.

Was meint ihr zu diesem Thema?

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