Unsere Reisen führen uns immer wieder an ganz besondere Plätze und in ganz besondere
lokale Unternehmungen. Wir legen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern
und Initiativen und wollen Ihnen im Rahmen unserer Serie genau diese vorstellen.

Diesmal wollen wir Ihnen ein ganz besonderes Mutter-Tochter Unternehmen in Polen
vorstellen. Besuchen Sie mit unseren Polen-Guides Andreas oder Marek den Obsthof von
Alina und Justyna.
Dicht an der weißrussischen Grenze liegt in der ostpolnischen Region Podlachien ein
fruchtbarer Landstreifen mit warmem Mikroklima, durch dessen Landschaft sich der
naturbelassene, große, wilde Fluss Bug schlängelt. Besonders geeignet ist diese Gegend
für die Erholung in der Einsamkeit weitab der großen Städte, aber auch für den
Obstanbau und das Wandern. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt hier von der
Landwirtschaft. Einst war Russland der größte Abnehmer von Äpfeln aus der Region.
Durch das Wirtschaftsembargo brach der Markt und somit die Lebensgrundlage vieler
Menschen zusammen. Die Jungen zogen in die Städte und die Alten blieben zurück.

Alina kehrt heim und setzt auf Obstbau

Entgegen der allgemeinen Landflucht kehrte Alina zurück auf den elterlichen Hof nach
Klimczyce in den Osten Polens. Ein Aufenthalt in der Steiermark inspirierte und
motivierte sie, auf die hauseigene Verarbeitung des Obstes zum wertvollen Natursaft und
die Selbstvermarktung zu setzen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Justyna eröffnete sie 2014
„Zakamarek“. Von den Nachbarn anfangs belächelt ging sie ihren Weg und konnte,
gestützt durch EU-Förderungen, die ersten Investitionen in Maschinen und Kühlräume
tätigen. Heute liefern die Bauern aus dem Dorf ihr Obst an den kleinen Betrieb mit der Obstpresse und sichern damit ihren Lebensunterhalt. Um sich weiterzubilden und um neue Ideen zu sammeln organisiert die Unternehmerin Studienreisen in andere europäische Länder wie Schweden oder Österreich. Den Bauern im Ort eine langfristige Perspektive zu bieten ist eines der Anliegen von Alina. Ein weiteres Anliegen ist es, die Ansiedlung von weiteren Kleinbetrieben zu ermöglichen, so entsteht auf ihrem Grund gerade ein „Inkubationsraum“ für Start-ups. Noch heuer soll eine Bäckerei einziehen.
Mittlerweile gibt es auch den Hofladen Zakamarek, der sich bereits einen guten Namen gemacht hat, so liefern mittlerweile eine Vielzahl von lokalen Produzenten ihre Lebensmittel. Im Hofladen werden beispielsweise auch Cider, Wein, Fleisch und Käse sowie Honig, Kräuter und getrocknete oder marinierte Pilze saisonal angeboten. Das Hauptgeschäft ist und bleibt die Produktion von Apfelsaft bzw. von Apfel-Aronia-Saft. Verkauft wird über den eigenen Hofladen und über Händler in einem Umkreis von rund 100 Kilometern.

Weltweitwandern zu Gast bei Zakamarek

Am dritten Tag unserer Reise „Polens Osten – Sümpfe, Flüsse & Urwald“ starten wir mit einer Besichtigung der Stadt Lublin und spazieren durch die jüdisch geprägte Altstadt. Nachmittags erkunden wir die beeindruckende Seen- Wald-, und vor allem Sumpflandschaften im Polesie-Nationalpark an der Grenze zur Ukraine. Danach geht’s zu Alina und Justyna ins Zakamarek. Wir nehmen uns Zeit zu plaudern und die regionalen Köstlichkeiten zu verkosten. Den krönenden Abschluss des Tages bildet das gemeinsame Essen am festlichen Tisch im Garten der Bauernfamilie. Mit gut gefülltem Magen und der einen oder anderen Köstlichkeit in unseren Taschen erreichen wir unsere Unterkunft, eine renovierte alte Villa, romantisch direkt am Ufer des Bug gelegen.

Alle Infos zur Reise und Termine finden Sie hier: https://www.weltweitwandern.at/europa/polen/polens-osten-suempfe-fluesse-urwald/


 

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