Mit großer Betroffenheit verfolge ich die Nachrichten und Bilder aus Nepal. Die verheerenden Sturzfluten haben ganze Ortschaften getroffen, Häuser, Straßen und Brücken mitgerissen. Viele Menschen haben ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren.
Nepal und die Menschen dort sind mir seit vielen Jahren aufs Engste verbunden. Mein langjähriger Partner und Freund Sudama Karki Chhetri und unser gesamtes Team vor Ort organisieren jetzt die dringend notwendige Nothilfe.
Wir helfen jetzt wirkungsvoll gemeinsam mit unseren Partner*innen vor Ort
Unser gemeinnütziger Verein Weltweitwandern Wirkt! hat sofort eine Spendenaktion gestartet. Die Hilfe wird direkt mit Sudama vor Ort koordiniert und dort eingesetzt, wo sie jetzt besonders dringend gebraucht wird. Wir stehen mit unserem langjährigen nepalesischen Partner Sudama Karki in regem Austausch. Er ist in die Koordination der Nothilfe eingebunden und kennt die Situation und die lokalen Strukturen vor Ort. Gemeinsam mit ihm und weiteren Partner*innen können wir garantieren, dass unsere Hilfe möglichst direkt und gezielt bei den Menschen ankommt, die sie jetzt dringend benötigen.
Die Spendengelder werden vor Ort dort eingesetzt, wo der Bedarf aktuell am größten ist. So können wir flexibel auf die Situation reagieren und jene Maßnahmen unterstützen, die für die betroffenen Menschen jetzt besonders dringend sind. Die Menschen, die überlebt haben, haben weder Lebensmittel noch Kleidung oder eine sichere Schlafmöglichkeit. Mit den Spendengeldern werden nun Matratzen, Zelte, Lebensmittel und medizinische Hilfsmittel besorgt.
🙏 Bitte hilf uns mit deiner Spende:
www.weltweitwandernwirkt.org/nothilfe-nepal
Ich bürge persönlich dafür, dass 100 % der Spenden ohne Abzüge nach Nepal kommen und dort sinnvoll eingesetzt werden.
Vielen herzlichen Dank fürs Helfen und Weiterleiten!
Aktuelle Lage nach der Flutkatastrophe in Nepal
Update vom 30. August 2026, 18 Uhr
von Sudama Karki Chhetri

Die Situation nach der Flutkatastrophe in Nepal ist weiterhin dramatisch.
Nach aktuellem Stand wurden:
- ca. 800 Todesopfer beklagt,
- ca. 2.600 Menschen vermisst, davon 592 Ausländer aus verschiedenen Ländern,
- 260 Verletzte in verschiedenen Krankenstationen behandelt,
- ca. 9.000 Menschen bereits evakuiert,
- ca. 20.000 Angehörige von Militär und Polizei sind im Einsatz,
- 38 Hubschrauber stehen für Einsätze bereit.
Unter den Evakuierten befinden sich unter anderem rund 280 Mitarbeiter aus einem Wasserkraftwerk-Tunnel sowie 250 Touristen, die durch das Militär per Flugrettung evakuiert wurden.
Internationale Hilfe und schwierige Rettungseinsätze
Internationale Hilfe wird von Nepal akzeptiert. Die erste Hilfe kam aus China.
Mehrere Tunnel verschiedener Wasserkraftwerke – Trishuli A, B und Chilime – wurden durch Schlamm verschüttet. Laut aktuellem Stand haben rund 600 Mitarbeiter in verschiedenen Tunneln gearbeitet.
Nepal verfügt für derartige Rettungsaktionen nicht über die entsprechenden Ausrüstungen und Erfahrungen. Daher wurde China um Unterstützung gebeten. Chinesische Experten für Tunnelrettung sind mit speziellen Drohnen mit Wärmesensoren über die Grenze gekommen und haben bereits mit den Rettungsarbeiten begonnen.
13 Holding-Zentren in Nuwakot eingerichtet
In Nuwakot wurden 13 Holding-Zentren eingerichtet. Neun davon befinden sich in der Stadtverwaltung von Bidur, zwei in der Landgemeinde Kispang sowie jeweils eines in der Landgemeinde Suryagadhi und in der Stadtverwaltung Belkotgadhi.
Hilfsgüter werden über ein zentral koordiniertes System des Bezirkskomitees für Katastrophenmanagement gesammelt und entsprechend dem jeweiligen Bedarf an die Holding-Zentren weitergeleitet.
Orte, die mit Fahrzeugen nicht erreichbar sind, werden per Hubschrauber versorgt. Gestern wurden auf diese Weise rund zwei Tonnen Hilfsgüter transportiert – darunter Nahrung, Medizin, frisches Gemüse und Trinkwasser.
Aktuelle Schwerpunkte der Hilfsmaßnahmen
Ein Schwerpunkt ist derzeit der Umgang mit den vielen Todesopfern. Da nicht genügend Plätze zur Aufbewahrung der Leichen vorhanden sind, werden DNA-Tests durchgeführt und die Verstorbenen anschließend begraben. Später sollen sie den Familien für die entsprechenden Rituale übergeben werden.
In Nepal spielt es eine große Rolle, dass Verstorbene entsprechend den Ritualen ordentlich begraben oder verbrannt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Transport von Hilfsgütern in Dörfer, zu denen es bislang keine befahrbare Zufahrtsstraße gibt.
Unsere konkrete Soforthilfe in Kispang
Aktuell konzentriert sich unser Team auf das Gebiet Kispang.
Dort befinden sich rund 100 Familien in einem Holding-Zentrum. Für den Bereich Kispang Rural Development Area 05 ist Soforthilfe für 120 Familien vorgesehen.
Die Hilfsgüter sollen so weit wie möglich mit Lastwagen transportiert werden. Wo dies nicht mehr möglich ist, werden Träger eingesetzt.
Diese Hilfsgüter sind pro Familie vorgesehen
Schlafen und Kleidung:
- Matratze mit Überzug / Schaumstoff
- Decke
- 2 Polster mit Überzug
- 3 Sets Pyjama und Shirt
Küchenausstattung und weitere Hilfsgüter:
- 3 Teller und 3 Trinkgläser
- Reiskocher
- Gasherd mit Schlauch und Regler
- 20-Liter-Eimer
- Plane, sofern verfügbar
- Seife / Wasserreinigungstabletten etc.
- kleinere Dinge wie Sandalen
Die geschätzten Kosten pro Familie liegen bei 170 Euro.
Die Preise können variieren, da es sich um eine Kostenschätzung handelt.
Für die Gemeinschaft sind zusätzlich vorgesehen:
- 5 Wasserfilter aus Stahl, 20 Liter
- 25 Gasflaschen
Aktuell konzentriert sich unser Team auf das Gebiet Kispang.
Dort befinden sich rund 100 Familien in einem Holding-Zentrum. Für den Bereich Kispang Rural Development Area 05 ist Soforthilfe für 120 Familien vorgesehen.
Unsere nächsten konkreten Schritte
1. September 2026:
Genehmigungen einholen, zentrale Registrierung und Übermittlung einer Liste der Hilfsmaterialien, damit die Behörden die Hilfsmaßnahmen dokumentiert haben.
2. September 2026:
Fahrt nach Galchhi und anschließend über die Schotterwege durch die Dörfer, soweit dies möglich ist. Die weitere Koordination erfolgt gemeinsam mit den Dorfbewohnern.
3. September 2026:
Rückkehr nach Kathmandu. Am Abend findet eine Analyse und Gruppendiskussion statt: Was können wir noch besser machen? Was wird weiterhin benötigt und was nicht?
Wichtig: Der Plan kann sich abhängig vom Wetter, von der Verfügbarkeit der Materialien und aufgrund des anhaltenden Hochwassers um einige Tage verschieben.
Unsere Hilfe für Kinder – auch langfristig
Unser bestehendes Kinderheim steht für bis zu 50 Kinder, die in Gefahr sind und sofort Hilfe benötigen, ab sofort zur Verfügung. Die Kinder können dort übernachten und erhalten eine sichere Unterkunft, ärztliche Versorgung und Beratung.
Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Soforthilfe. Für Kinder, die ihre Eltern verloren haben, ist auch eine langfristige Unterstützung geplant.
Bis zu 25 Kinder sollen bis zu ihrem Schulabschluss unterstützt werden.
🙏 So kannst du jetzt helfen
Unser gemeinnütziger Verein Weltweitwandern Wirkt! sammelt die Spenden und koordiniert die Hilfe gemeinsam mit Sudama vor Ort.
Hier geht es direkt zur Nothilfe Nepal:
www.weltweitwandernwirkt.org/nothilfe-nepal
💚 Vielen Dank fürs Helfen – und bitte teile und like diesen Aufruf, damit wir möglichst viele Menschen erreichen!
Christian Hlade
im Namen unserer Teams in Nepal und Europa



