Dieser Text ist das Konzept für einen geplanten Podcast. Bin daher sehr dankbar über Rückmeldungen, Anregungen, Feedback…
Und vor allem die Antwort auf die Frage, ob ich mein Ziel mit dem Text zu inspirieren und zu motivieren erreiche…
Einleitung: Über Krisen, Glück und den langen Atem
Die folgenden Gedanken und Learnings sind das Ergebnis von über 40 Jahren unternehmerischem Tun.
Mehr als 25 Jahre habe ich nun mit großer Leidenschaft Weltweitwandern, dann “Weltweitwandern Wirkt!” und “Buddhismus im Alltag” aufgebaut.
Davor war ich 15 Jahre lang als Reise-Vortragender und Guide unterwegs.– Das verlief alles immer mit vielen Höhen aber auch so manchen Tiefen.
Was ich hier weitergeben möchte, ist daher nicht ein glattgebügeltes Erfolgsrezept. Es ist das, was übrig bleibt, wenn man einen langen Weg hinter sich gebracht hat und dabei durch so manche Zweifel und Krisen gegangen ist.
2011/2012 kam ich an einen Punkt, an dem gar nichts mehr ging: ein tiefes Burnout, das mich völlig lahmlegte. In dieser Dunkelheit wurde mir klar, dass echter Wandel nur dann möglich ist, wenn man bereit ist, sich selbst radikal zu hinterfragen und immer wieder neu zu erfinden.
Ich habe Vieles über dass ich hier schreibe auch durch Schmerz und Fehler gelernt – aber nie den Mut verloren. Ich glaube fest daran, dass Vision und Reflexion entscheidend ist. Dass wir selbst oft der größte Engpass in unserem Unternehmen sind. Und dass es unsere Aufgabe ist, uns immer wieder neu zu erfinden und immer wieder neu aufzubrechen. Ich bin aus jeder Krise gestärkt hervorgegangen. Oft nicht sofort. Aber immer mit dem Gefühl: Jetzt bin ich klarer, ruhiger, wirkungsvoller.
Ein großer Meilenstein in meinem Leben – neben meiner Familie – war sicher die Umsetzung meiner Architektur-Diplomarbeit 1999/2000: Der Bau einer solarbeheizten Schule in Lingshed, einem entlegenen Dorf auf 4.000 Metern im Himalaya. Dieses Projekt hat mein Leben verändert – und war der Anfang von Weltweitwandern.
Heute darf ich sagen: Ich bin erfolgreich – und ich bin glücklich. Mit drei klassen Kindern, einer wunderbaren Frau, einem großartigen Freundeskreis und drei von mir gegründeten Organisationen, die für tausende Menschen Sinn stiften:
Mit den bewegenden Wanderreisen von “Weltweitwandern”, mit unseren Bildungs-Projekten von „Weltweitwandern Wirkt!“ und mit den Meditations-Seminaren von “Buddhismus im Alltag”.
Was ich hier teile, sind die Erkenntnisse aus vier Jahrzehnten Erfahrung. Vielleicht kann ich damit anderen – also dir – Mut machen, dich inspirieren.
Dranzubleiben, auch wenn’s zwischendurch mal zäh und schwer ist.
Denn: Erfolg ist keine reine Glückssache! Erfolg ist oft auch das Ergebnis von vielen Jahren üben, justieren, scheitern – und wieder aufstehen, besser scheitern, …
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1. Die ersten Schritte
Schon als Jugendlicher habe ich mich intensiv mit dem Thema Vision und Zielsetzung beschäftigt. Mit 15 Jahren las ich Selbsthilfebücher, die sagten: Zeichne deine Vision auf, visualisiere sie, schreibe deine Ziele auf!
Ich habe unzählige Notizbücher gefüllt – bis heute sicher über 100. Dieses Prinzip hat mich mein Leben lang begleitet: immer wieder innezuhalten, meine Visionen zu überdenken, meine Ziele zu definieren und zu reflektieren, was wirklich zählt. Denn auch eine schonungslos ehrliche Reflexion gehört zur Vision.
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2. Einen herausragenden Nutzen stiften
Ein Unternehmen, eine Idee, ein Traum, Selbstverwirklichung – all das funktioniert nur, wenn es einen echten Nutzen für andere stiftet.
Man kann noch so leidenschaftlich an einer Sache arbeiten – wenn es draußen niemanden gibt, der es braucht, dann bleibt es bedeutungslos, wirkungslos.
Die Verbindung zwischen eigenen Fähigkeiten, Begeisterung und dem Nutzen für andere ist der Schlüssel.
Diese Reflexion ist ein fortlaufender Prozess:
+ Welche Talente habe ich / meine Firma?
+ Für was brenne ich / wir?
+ Welchen herausragenden Nutzen können wir stiften?
+ Was brauchen die Menschen? Was fehlt in der Welt?
Und dazu auch:
Vision: Was sind meine Träume, was möchte ich erreichen?
Wie möchte ich in 8 Jahren leben?
Dann folgt die Planung des Weges.
+ Was sind meine ersten Schritte? Welche Begabungen sollte ich / sollten wir weiter ausbauen? Was gilt es zu entwickeln?
+ UND: Was bin ich bereit / fähig dafür einzusetzen?
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3. Vision & Werte – …und warum sie so wichtig sind.
Eine starke Vision gibt uns Orientierung, Motivation und Fokus.
Sie hilft uns, auch in schwierigen Zeiten Kurs zu halten und in die richtige Richtung zu gehen.
Ohne eine Vision sind wir wie Wanderer ohne Kompass.
Vision und Werte helfen auch ein großes Unternehmen, eine große Bewegung mit vielen Beteiligten gemeinsam in eine Richtung zu steuern.
Lange bevor ich Weltweitwandern gegründet habe, war mir klar:
„Ich möchte mit meinem Tun Menschen bewegen – ich möchte in meinem Leben etwas Großes schaffen. Etwas, das größer ist als ich selbst.“
„Ich bin extrem gut darin, offen und neugierig auf andere Menschen und Kulturen zuzugehen. Ich wollte das schon sehr früh teilen – und ich liebe es, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzubringen.“
„Ich will von meiner großen Energiequelle, dem Reisen, leben können.“
Unsere Weltweitwandern-Vision
Wir verbinden und bewegen.
Menschen + Kulturen + Natur.
Schritt für Schritt.
Kernbotschaften:
Wandern wirkt!
Öffne deinen Horizont.
Wanderreisen, die bewegen.
Unterwegs mit Gleichgesinnten.
Näher dran mit unseren Local Guides.
Bewegende Begegnungen mit Menschen, Kulturen, mit der Natur – und mit sich selbst.
Unsere Werte bei Weltweitwandern
+ Freiheit & Eigenständigkeit
Unabhängigkeit! Wir agieren abseits vom „Mainstream“. Wir bieten etwas „Besonderes“, weg von den großen Massen und von billiger „Standardware“.…und ein bisschen „Revoluzzertum“ steckt auch noch drinnen in allem…
+ Offenheit & Neugier
Wir begegnen Menschen, Kulturen und Natur mit Neugier und Respekt. Wir kommunizieren auf Augenhöhe, lernen voneinander und teilen unser Wissen. Über Fehler reden wir offen, reflektieren diese und sind fähig, daraus zu lernen. So arbeiten wir ständig an unserer Weiterentwicklung.
+ Gemeinsam unterwegs
Wir sehen unsere Gäste, unsere Partner:innen, die Menschen vor Ort und unser Team – aber auch Mitbewerber:innen – als eine große Community, die zusammenhält und gemeinsam viel bewegen kann. One world!
+ Mit Herz & Engagement
Höchste Qualität und leidenschaftliches Engagement prägen unser Tun. Wir arbeiten mit Freude, schaffen liebevolle Details, gehen die notwendigen extra Meter für Exzellenz. Das zeigt sich sehr deutlich in unserer Routenwahl, Fotoauswahl, Gestaltung, Texte, Reiseprogramme etc.
+ Verantwortungsvoll handeln
Wir übernehmen Verantwortung – für Mensch, Natur und unsere Arbeit. Nachhaltigkeit ist für uns keine Floskel, sondern etwas, das wir ernst nehmen. Für eine Welt, die auch morgen noch lebenswert ist.
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4. Die drei Rollen
Sehr viele starten als Fachkraft in ihrem Bereich ihr eigenes Unternehmen – sei es als sehr guter Guide, Designer, Handwerkerin oder Beraterin.
Man kann etwas sehr gut, brennt für eine Tätigkeit – und macht sich in dem Bereich selbstständig.
Und oft passiert dann Folgendes: Man ist sehr gut – und wird dann quasi „unersetzlich“ in seinem Fachbereich.
Aber irgendwann merkt man: Die Arbeit wächst mir über den Kopf! Viel zu viel!
Warum?
Weil ein Unternehmen aus weit mehr besteht als nur aus Fachkräften. Es braucht drei Rollen:
1. Fachkraft – Sie erledigt die Arbeit. Ohne sie läuft nichts.
2. Management – Es organisiert und strukturiert. Sonst gibt es Chaos.
3. Unternehmer:in / Visionär:in – Entwickelt die Vision, denkt das Unternehmen weiter, schaut über den Tellerrand.
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5. Organisation – Warum wir am und nicht nur im Unternehmen arbeiten müssen!
Ein Mann geht durch den Wald und trifft auf einen Arbeiter, der dabei ist, einen Baum zu fällen. Doch seine Säge ist stumpf. Der Mann müht sich ab, schwitzt – aber kommt kaum voran.
Der Spaziergänger beobachtet ihn eine Weile und fragt schließlich:
„Warum schärfst du nicht deine Säge? Dann wärst du viel schneller.“
Der Arbeiter schaut ihn genervt an und sagt:
„Ich habe keine Zeit, die Säge zu schärfen. Ich muss ja diesen Baum fällen!“
Diese kleine Geschichte beschreibt ein fundamentales Problem in vielen Unternehmen – und manchmal auch bei uns selbst.
Wir sind oft so beschäftigt mit dem Tagesgeschäft, dass wir vergessen, an der Struktur zu arbeiten: an der Effizienz, an den Abläufen, am Miteinander.
Doch wenn wir nicht regelmäßig unsere Säge schärfen – also Prozesse verbessern, Führung klären, Organisation weiterentwickeln – dann arbeiten wir mit stumpfem Werkzeug.
Wir strengen uns an – aber wir kommen nicht wirklich voran.
Mein wichtigster Leitsatz als Unternehmer:
„Ich arbeite am Unternehmen – nicht im Unternehmen.“
Bei Weltweitwandern geht es nicht nur darum, Wandertouren zu organisieren.
Wir wollen Organisationen schaffen, die effizient, klar strukturiert und nachhaltig arbeiten. Das schafft wirtschaftlichen Erfolg – aber auch Freude, Erfüllung und Qualität für uns selbst und unsere Gäste.
Was heißt das konkret?
• Klare Strukturen schaffen – damit nicht jeder jeden Tag das Rad neu erfinden muss.
• Klare Rollen & Verantwortlichkeiten definieren – damit alle wissen, wer wofür zuständig ist.
• Klare Abläufe entwickeln – damit wir effizient und nachhaltig arbeiten können.
• Regelmäßig Arbeitsweise hinterfragen – arbeiten wir gerade mit einer stumpfen Säge?
• Klare Ziele und eine starke Vision kommunizieren – damit wir gemeinsam in die richtige Richtung gehen.
• Ein gutes Umfeld schaffen – in dem Lernen und Weiterentwicklung möglich sind.
6. Mitarbeiter:innen – Prozesse und Strukturen statt Chaos
Unsere wertvollen Mitarbeiter:innen sind mit das Wichtigste und Wertvollste, das wir haben!
Daher gilt es besonders in diesem Bereich gut zu schauen, damit alles gut passt und es „gut läuft“.
Ein häufiger Anfängerfehler:
• Man stellt jemanden ein und denkt: „Jetzt ist das Problem gelöst.“
• Man übergibt rasch Aufgaben, geht weg – und hofft, dass alles funktioniert.
• Doch im Unternehmen fehlen oft noch klare Strukturen und Entscheidungsrahmen.
Wenn es keine klaren Prozesse und Rahmenbedingungen gibt, endet es so:
Man muss ständig nachbessern, ist enttäuscht, ruft: „Alles muss ich selber machen! Ich kann mich auf niemanden verlassen!“
Der Schlüssel zu einer funktionierenden Organisation:
• Gute Führung & Aufmerksamkeit – investiere in deine guten Leute!
• Klare Firmenstruktur – mit klaren Verantwortungsbereichen.
• Achtung bei Führungsspannen: Eine Person kann meist nur 5–8 andere direkt führen.
Ab 12–15 Personen entsteht Chaos & Unzufriedenheit!
• Viele wünschen sich flache Strukturen – doch das überlastet die Führungskräfte massiv.
Die Folge: Unzufriedenheit im Team, Kritik am „unfähigen Chef“.
• Prozesse definieren, dokumentieren und orchestrieren.
• Regelmäßiges Feedback geben – und „an den Menschen arbeiten“.
WICHTIG: Die richtigen Menschen einstellen
Ein Unternehmenscoach sagte einmal:
„Wenn du dich ständig über einen unzuverlässigen Mitarbeiter ärgerst – dann stelle lieber zuverlässige Leute ein, statt dich jahrelang zu ärgern.“
„Hire for attitude, train for skills.“
Fähigkeiten kann man lernen – aber die richtige Haltung muss von Anfang an stimmen.
Klarheit in der Führung
Mitarbeiter:innen brauchen Freiheit – aber auch Klarheit.
Wertvolle Teammitglieder sind nicht dauerhaft High Performer. Auch sie haben Durchhänger. Aber sie tragen die Werte des Unternehmens mit – dauerhaft.
Und: Manchmal braucht es die Konsequenz, sich nach mehreren Anläufen von Menschen zu trennen, die langfristig nicht ins Team passen. Diese Entscheidungen sind nie leichtfertig – sondern reifen in Gesprächen und Reflexion.
Wenn jemand dauerhaft unwillig ist, die Werte nicht teilt oder die Arbeitsweise des Teams stört – dann braucht es eine klare Entscheidung.
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7. Dein Umfeld entscheidet über deinen Erfolg
Wir Menschen sind evolutionär so geprägt, dass wir uns an unsere Umgebung anpassen.
Früher lebten wir in Sippen, in kleinen Gemeinschaften. Wer sich dort nicht einfügte, riskierte, ausgeschlossen zu werden – was früher den Tod bedeuten konnte.
Diese Prägung wirkt bis heute: Wir passen uns automatisch an unser Umfeld an.
Das kann ein Problem sein. Denn Studien zeigen:
Wer in einem Umfeld lebt, in dem Mittelmaß normal ist, bleibt oft unter seinen Möglichkeiten.
Man verzichtet auf Entwicklung, weil man Angst hat, Neid zu erzeugen oder sich zu entfremden.
Aber: Wir können diese Prägung auch positiv nutzen!
Wir können uns bewusst mit Menschen umgeben, die uns inspirieren, die uns wachsen lassen.
Ich habe das selbst erlebt. Mein Umfeld hat mich geprägt:
• Reisen – andere Kulturen, andere Arten zu leben und zu denken.
• Forum Anders Reisen – Austausch mit nachhaltigen Reiseunternehmen.
• Mein erster Chef Herwig Moosbrugger – im Architekturbüro.
• Unternehmer wie Josef Zotter, Florian Weitzer, Martin Auer – sie haben mich inspiriert, Neues zu denken.
Sich selbst das richtige Umfeld schaffen
Ich bin viel gereist, habe Bücher gelesen, Menschen besucht, mir ihre Arbeit angesehen, Tipps geholt, gelernt.
Mein persönlicher Tipp:
• Suche aktiv den Austausch mit positiven, inspirierenden Menschen
• Baue Beziehungen auf, die dich wachsen lassen
• Reduziere den Kontakt zu Menschen, die dich runterziehen, die nur Probleme sehen.
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8. Üben, üben, üben
„Talent wird überschätzt, Beharrlichkeit wird unterschätzt.“
(Hard work beats talent, when talent doesn’t work hard.)
Wir bewundern oft Menschen, die scheinbar mühelos Erfolg haben. Doch hinter jedem Erfolg stehen jahrelange Übung, Scheitern und Dranbleiben.
Malcolm Gladwell schreibt in seinem Buch „Outliers“:
Wer in einem Bereich wirklich gut werden will, braucht mindestens 10.000 Stunden Übung.
Die Beatles spielten jahrelang in kleinen Clubs, bevor sie weltberühmt wurden.
Balletttänzer:innen trainieren täglich stundenlang – über ein Jahrzehnt – um Exzellenz zu erreichen.
Talent ist ein Bonus – aber Beharrlichkeit macht den Unterschied.
Mein eigenes Beispiel:
Als Teenager schrieb ich in mein Visionsbuch:
„Ich möchte von meinen Hobbys leben – Reiseschriftsteller werden.“
Doch meine ersten Texte? Fürchterlich.
Es dauerte Jahre, bis sie mittelmäßig wurden. Jahrzehnte, bis sie gut waren.
Heute, 40 Jahre später, schreibe ich täglich – und es fällt mir leicht.
Nicht, weil ich „begabt“ bin – sondern weil ich unzählige Stunden geübt habe.
Dasselbe bei der Fotografie:
Mit 15 richtete ich eine Dunkelkammer ein, entwickelte Schwarz-Weiß-Fotos, probierte aus, machte Fehler, wiederholte Prozesse.
Heute habe ich Millionen Fotos gemacht.
Es ist die Summe aus Übung, Reflexion und Beharrlichkeit, die uns besser macht.
Talent ist dabei ein Bonus – aber ohne Dranbleiben bringt es nichts.
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9. Kritikfähigkeit – Der professionelle Umgang mit Feedback
Jeder, der eine Marke oder ein Unternehmen führt, kennt es: Kritik kommt.
Manchmal freundlich – oft aber auch scharf, emotional oder sogar vernichtend.
Der Umgang damit entscheidet, ob wir daran wachsen – oder uns selbst im Weg stehen.
Ich habe mir dazu drei Schritte zurechtgelegt:
1. Automatische, professionelle Reaktion
Kritik kommt rein – wir reagieren freundlich, ohne emotionale Aufwallung.
Ein einfacher Satz wie: „Vielen Dank für Ihr Feedback – wir nehmen das ernst“
zeigt Professionalität.
Keine langen Erklärungen. Keine Ausreden.
2. Den Kern der Kritik analysieren
• Haben wir diese Rückmeldung schon öfter bekommen?
• Steckt darin eine wertvolle Anregung?
• Ist es eine echte Schwachstelle – oder nur eine Einzelmeinung?
3. Ist das überhaupt unsere Kundin?
Nicht jede Kritik ist relevant. Wenn jemand unser Konzept nicht versteht, müssen wir uns nicht rechtfertigen.
Eine starke Marke wird polarisieren.
Beispiel:
Ein Gast, der Luxus, Goldarmaturen und Fünf-Sterne-Komfort erwartet,
wird unsere kleinen, authentischen Unterkünfte kritisieren.
Aber das bedeutet nicht, dass wir unser Konzept ändern müssen.
Unsere Werte sind klar – und nicht jeder muss sie teilen.
Noch einmal zusammengefasst:
• Kritik professionell aufnehmen
• Freundlich reagieren, nicht eingeschnappt sein
• Keine Rechtfertigungen oder emotionalen Gegendarstellungen
• Den Kern der Kritik verstehen: Ist es eine wertvolle Rückmeldung oder ein Einzelärgernis?
• Passt es zu unserer Marke? – Nicht alle sind unsere Zielgruppe
• Trotzdem: immer versuchen, daraus zu lernen!
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10. Der Engpass im Unternehmen bist du selbst
Ein Unternehmen kann nur so weit wachsen, wie seine Gründerin es zulässt.
Du bist der Engpass!
• Wenn du nicht wächst, wächst dein Unternehmen nicht.
• Wenn du überlastet bist, leidet alles.
• Wenn du falsche Prioritäten setzt, gefährdest du deine Vision.
Deshalb ist es entscheidend, in dich selbst zu investieren:
• Weiterbildung, Coaching, Austausch mit anderen Unternehmer:innen
• Reflexion, Entwicklung, inneres Wachstum
• Meditation, Seminare, Auszeiten
Wenn du keine Zeit für Weiterentwicklung hast, wirst du irgendwann feststecken, überlastet sein – und schlimmstenfalls chronisch krank werden.
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11. Weltweitwandern als starke Marke
Eine starke Marke ist:
• fokussiert,
• klar differenziert
• und bietet einen hohen Nutzen.
Sie versucht nicht, alles für alle zu sein – sondern ist in einem bestimmten Bereich die Beste.
Wer gleichzeitig „der Billigste“ und „der Beste“ in vielen Bereichen sein will, verliert an Schärfe und Relevanz –
und wird unsichtbar.
Was eine starke Marke ausmacht:
• Sie emotionalisiert,
• transportiert Werte,
• schafft Identifikation,
• gibt Orientierung,
• lädt zur Teilhabe ein
• und zieht die richtigen Menschen an: Gäste, Partner:innen, Mitarbeitende.
Ein starkes Markenbild ist wie ein Schweißbrenner
Fokussierte Energie – große Wirkung.
Man ragt heraus. Wird sichtbar. Wie ein Leuchtturm.
Wie Weltweitwandern als Marke funktioniert.
Unsere Marke lebt nicht durch aggressive Werbung, sondern durch:
• Erlebnisse – Unsere Reisen sind echte, unvergessliche Erfahrungen.
• Geschichten – Begeisterte Gäste erzählen sie weiter.
• Persönlichkeit – Nähe, Nachhaltigkeit, Qualität.
Die Marke erlebbar und sichtbar machen:
• Erlebnisse & Geschichten – ziehen die richtigen Gäste und Partner an
• Persönliche Markenbotschafter – ich als Gründer, Erzähler, Autor
• Visuelle Identität – Logo, Bildsprache, klare Wiedererkennbarkeit
• Kommunikation – Podcast, Social Media, Newsletter, Blog
Nicht als Werbung – sondern als Erzählungen echter Erlebnisse.
Orchestrierung = Konsistenz
Ein starkes Markenerlebnis soll überall spürbar sein –
ob in Marokko oder Nepal.
Fragen, die wir in unserer Weltweitwandern-Academy erarbeiten:
• Wie läuft die Begrüßung ab?
• Welche Sätze verwenden wir zur Einstimmung?
• Wie tritt ein typischer Weltweitwandern-Guide auf?
Diese Details entscheiden über das Markenerlebnis.
Wiedererkennbarkeit & Rituale:
Begrüßungsrituale, qualitative Standards, Begegnungen mit Local Guides.
Eine Marke ist eine langfristige Beziehung
• Begeisterte Gäste tragen unsere Geschichte weiter – das ist die beste Markenstrategie.
• Wer eine starke Marke führt, zieht die richtigen Menschen an.
• Wer auf Prozesse, Qualität und Reflexion setzt, schafft langfristigen Erfolg.
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Abschließende Gedanken: Unternehmertum ist ein Weg
Ein Unternehmen ist nie fertig.
Es ist ein lebendiger Prozess.
Vielen Dank fürs soo lange lesen!
Christian
PS: Hier geht es zum Weltweitwandern Podcast: https://www.weltweitwandern.at/podcast/